Herkunft, Verbreitung

Pferde, Esel und Zebras machen zusammen die Gattung Equus aus. Die beiden letzteren Arten sind nach ihren Merkmalen ursprünglicher als das moderne Hauspferd. Wildesel gibt es seit rd. 2,5 Millionen Jahren. Nach dem eiszeitlichen Erlöschen der gesamten Pferdefamilie in Amerika leben Wildesel heute noch in weiten Teilen Asiens (E. hemionus, Asiatischer Halbesel oder Pferdeesel) sowie im nördlichen Afrika (E. asinus, Afrikanischer Wildesel).

Alle Hausesel gehen auf den Afrikanischen Wildesel zurück. Tiere seiner nubischen Unterart wurden erstmals vor 6000 Jahren im Niltal domestiziert. Die Etrusker brachten 1000 v.Chr. Hausesel nach Europa, von wo sie später mit Beginn der Neuzeit in zahlreiche Länder rund um den Globus gelangten.

Derzeit werden weltweit schätzungsweise 40 Millionen Esel gehalten. Darüber hinaus bewohnen große Herden verwilderter Hausesel Grasland und Savannen Nord- und Südamerikas und Australiens; in Asien und Afrika berühren sie den Lebensraum der stark gefährdeten ursprünglichen Wildformen. Deren genetische Reinheit ist dadurch bedroht, dass wilde Hausesel und Wildesel fruchtbare Nachkommen hervorbringen.

Unfruchtbar sind Maulesel aus der Paarung von Pferdehengst und Eselstute sowie Maultiere mit Eselhengst und Pferdestute als Eltern. Selten kommt es auch zu Mischlingen zwischen Eseln und Zebras. Ein solches im Bergtierpark geborenes Ebra lebte hier fast 30 Jahre lang.