Klasse: Säugetiere

Ordnung: Paarhufer

U.Ordnung: Wiederkäuer

Familie: Hornträger

U.Familie: Antilopen

Sippe: Ziegenartige

Gattung: Ammotragus

Wissenschaftlicher Name: Ammotragus lervia
(Mähnenspringer)

 




Herkunft, Verbreitung
Mähnenspringer, auch Berberschaf oder Aoudad genannt, lassen äußerlich eher an Ziegen denken. Sie vereinen jedoch Merkmale sowohl von diesen als auch von Schafen und könnten einer Seitenlinie entstammen von Formen, aus denen sich Ziegen und Schafe später differenziert haben.

Nach dem genetischen Befund stehen sie den Schafen aber näher. Mähnenspringer sind in Nordafrika in einem von Marokko über Ägypten bis in den Sudan reichenden Gebiet beheimatet. Durch das Vordringen des Menschen in ihre angestammten Lebensräume und die traditionelle Jagd gilt das nordafrikanische Wildschaf heute im Bestand als gefährdet. Zusammenhängende Vorkommen sind noch in Westsahara, dem Atlasgebirge sowie in Gebirgsregionen des südlichen Algerien und im Osten des Tschad bekannt.

 

 

Beschreibung
Mähnenspringer erinnern in der Gestalt von fern an Steinböcke und sind wie diese hervorragende und trittsichere Kletter. Sie haben eine Körperlänge von 130 bis 170 cm und eine Schwanzlänge von 15 bis 25 cm, die Schulterhöhe ist 75-110 cm. Böcke (100-145 kg) sind deutlich schwerer als Schafe (40-55 kg) und auch größer. Ihre Hörner sind kräftiger und länger als die der weiblichen Tiere. Das Fell ist beige bis rötlich braun, unten und an der Innenseite der Beine heller.

Vor allem die Böcke weisen eine vom Hals bis zur Brust und den Vorderbeinen lang herab hängende Mähne auf, von der nach vorn ein Bart abgesetzt sein kann. Die genügsamen Tiere leben von der spärlichen Vegetation der Wüsten und Halbwüsten, aus der sie zeitweilig auch ihren Wasserbedarf decken können. Geschlechtsreife ist mit 1,5 Jahren gegeben und Paarung findet meist im Herbst statt. Nach einer Tragezeit von etwa 160 Tagen werden ein bis zwei Lämmer geboren. Mähnenspringer können bis 20 Jahre alt werden. 


Wissenswertes
In den 1950er Jahren wurden Mähnenspringer im Südwesten der USA ausgewildert und 1970 im Südosten Spaniens. Noch ist nicht abschließend zu beurteilen, welche Auswirkungen sich aus der Ansiedlung auf die heimische Fauna und Flora ergeben.