Ein Unikat - Das Ebra

Als im Erlenbacher Bergtierpark ein Eselhengst 1979 unbeobachtet in das Gatter der Steppenzebras gelangen konnte, ließ eine „Zebra-Damen“ offenbar ihre Scheu fallen und gebar nach erfolgreicher Paarung 1980 ein weibliches „Ebra“. Dieses lebte 29 Jahre lang als Rarität im Bergtierpark und wurde von uns – zur besseren Verständnis – einfach nur „Zebraesel“ genannt.

Dr. Dr. Jürgen Jungbluth, Wissenschaftler am Naturhistorischen Museum, kam schon früh auf die Idee mit dieser Rarität, selbstverständlich erst nach ihrem Ableben, die Pferdesammlung des Museums zu „bereichern“ und nahm schon vor langer Zeit Kontakt zu dem mittlerweile verstorbenen langjährigen Leiter des Tierparks Georg Trautmann Kontakt auf. Aber es geschah nichts…

Am 30. April 2005 verabschiedete sich Herr Jungbluth in den Ruhestand und es dauerte weitere vier Jahre bevor am 7. Oktober 2009 unser Zebraesel „endlich“ verstarb. Es gab aber doch noch einige Leute, die sich an die ursprüngliche Abmachung erinnerten: Unser Tierpfleger Josef Unger nahm Kontakt zu Jürgen Jungbluth auf, dieser informierte die Präparatorin Bettina Henrich am Naturhistorische Museum Mainz und diese reiste bereits am Folgetag an, um zusammen mit Josef Unger die sterblichen Überreste für die Präparation am Naturhistorischen Museum sicherzustellen.

Nachdem das Standpräparat des Zebroids durch den Tierpräparator Daniel Salzer fertiggestellt wurde, ergänzt dieses außergewöhnliche Tier nun die Pferde-Ausstellung des Naturhistorischen Museums in Mainz.

 

Bereits jetzt vormerken:

Das Ebra wird vom 13. August 2017 bis zum 24. September 2017 leihweise wieder in den Bergtierpark nach Erlenbach kommen und kann hier besichtigt werden.

Die öffentliche Vorstellung findet am Sonntag, den 13. August 2017, um 11.00 Uhr, im Haus im Bergtierpark, statt. Dort steht das Exponat auch während der gesamten Ausleihdauer.

Weitere Informationen zur Möglichkeit der Besichtigung werden zeitnah bekannt gegeben.